Kötzschenbroda ist immer eine Reise Wert.





























Altkötzschenbroda ist eine Perle an der sächsischen Weinstraße. Nur wenige Schritte bis zur Elbe mit seinen Streuobstwiesen und herrlichem Blick nach Cossebaude hinüber. Auf der anderen Seite sind die Weinberge mit Steilterrassen und alten Weinbergshäusern. Der sächsische Hof aller Jahrhunderte ließ sich auf Grund der prachtvollen Villen und Gärten in Kötzschenbroda (Radebeul) nieder.   Begünstigt durch das milde Klimas wurde hier schon seit ältester Zeit Wein und Gemüse angebaut. Auch Martin Luther trank und erwähnte den „Kötzschber“ Wein.


Altkötzschenbroda war die frühere Hauptstraße in Kötzschenbroda. Der slawische Name deutet auf eine ältere slawische Besiedlung hin. Das Angerdorf selbst ist eine komplette Neuanlage aus dem 13. Jahrhundert. Kötzschenbroda ist genau wie viele Ansiedlungen in Pommern und Mecklenburg mit der deutschen Ostexpansion angelegt worden. Lokatoren suchten im „Altgebiet“ Siedler, die dann abenteuerlich die neuen Ostgebiete besiedelten. Wohl nicht immer ganz friedlich. Der genaue Siedlungszeitpunkt ist nicht verbürgt. Was wohl verbürgt ist, ist die Umsiedlung eines kompletten Dorfes mit allem was  man benötigte: Bauern und Handwerker. So sind hauptsächlich Bauerngehöfte, aber auch eine Hufschmiede, eine Gastwirtschaft, eine Brennerei usw. belegt. Es befinden sich die Hausnummern nicht wie sonst üblich auf der anderen Straßenseite, sondern nebeneinander. Auch ist die Aufteilung der Gehöfte immer gleich, mit Langhaus, Auszugshaus und Scheune. Über die Zeiten hinweg mußten allerdings einige Gebäude weichen.


Bis zum Ende des 2. Weltkrieges gab es ein Nebeneinander von Bauern, Händlern und Handwerkern. Die Fotos oben vermitteln einen Eindruck davon.

Wenige neue Gebäude boten Mietwohnungen.

Kötzschenbroda wurde nicht durch den 2. Weltkrieg, wohl aber durch frühere kriegerische Auseinandersetzungen und Brände zerstört. Nach 1945 wurden viele Geschäfte geschlossen und Wohnungen in die Häuser und Gehöfte gebaut. Altkötzschenbroda sollte sogar abgerissen werden und erlebte den Totalverfall.


Nach 1992 setzte eine eifrige Bau- und Sanierungstätigkeit ein. Es zogen wieder Geschäfte, Büros und Restaurants nach Altkötzschenbroda.

Heute ist Altkötzschenbroda einer der schönsten Angerdörfer Sachsens und Deutschlands und immer eine Reise wert.  



WIKIPEDIA schreibt: „Kötzschenbroda wurde 1226 als Schozebro erstmals erwähnt, dort befand sich der Herrensitz von Zisimo de Schozebro. Weitere Erwähnungen waren 1242 als Schosebrode und 1271 als Coschebrode (altsorbisch Skoci brod für „Spring über die Furt“).[1] Seit dem 13. Jahrhundert gab es dort Wein- und Gartenbau (Obst, Spargel, Erdbeeren). 1273 erfolgte die Erwähnung der Kirche, die ursprünglich dem Heiligen Vernius, einem Schutzpatron des Weines, gewidmet gewesen sein soll.[2] Das Dresdner Maternihospital besaß dort ab 1286 zwei Weinberge. 1324 verpflichteten sich die Brüder Magnis, ein halbes Fass eigenen Kötzschenbrodaer Weins („vinum Kotzbrodensis“) an kirchliche Einrichtung in Dresden und Meißen zu liefern.[2]

1429 wurde Kötzschenbroda von den Hussiten ausgeraubt und angebrannt, 1633 erlitt der Ort noch einmal das gleiche Schicksal durch die Schweden. 1463 erwarb Kötzschenbroda von dem Kurfürsten Friedrich der Sanftmütige im südlichen Friedewald nahe Lindenau vier wüste Hufen Land (Lindenauer Büsche), aus denen sich Kötzschenbroda-Oberort entwickelte. 1555 war Kötzschenbroda verfassungsrechtlich ein Städtlein.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde am 27. August 1645 (6. September nach dem 1700 eingeführten Gregorianischen Kalender) im Pfarrhaus der Friedenskirche der Waffenstillstand von Kötzschenbroda zwischen dem Königreich Schweden und dem Kurfürstentum Sachsen geschlossen. 1752 war Kötzschenbroda ein Marktflecken.

1812 verhinderte Johann Samuel Gottlob Flemming, Pfarrer am Ort, die Plünderung von Kötzschenbroda durch napoleonische Truppen.[1]

Die erste Apotheke (Alte Apotheke) und die erste Fabrik (Laspe'sche Tonpfeifenfabrik) werden 1826 gegründet.[2] Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Dresden - Riesa - Leipzig (1839) siedelte sich zunehmend Industrie an. Im Jahr 1854 eröffnet die erste Königlich-Sächsische Postexpedition (Altkötzschenbroda 18).[2]“ Quelle Wikipedia

im Hof von Altkö 19

die „Schwarze Seele“ um 1900?